Aus der Presse

Backnanger Kreiszeitung am 20. Oktober 2016

 

Tankred Volkmer war in der Slowakei richtig heiß

 

Nach dem Viertelfinal-Aus in Hamburg folgt für das Billard-Ass aus Althütte der lang ersehnte Turniersieg in Bratislava

 

Drei Turniere in neun Tagen: Für Pool-Billardspieler Tankred Volkmer aus Althütte ging es erst in den Norden, bevor er sich in der Slowakei mit der Konkurrenz messen durfte. Mit Erfolg, denn in Hamburg belegte er zweimal Rang fünf, in Bratislava feierte er gar den Turniersieg.

 

Lange Arbeitstage warteten auf den Althütter in Hamburg. Die erstmals ausgetragenen Baltic Billard Open waren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sehr gut besetzt. 38 Teilnehmer aus Deutschland mit unterschiedlichsten Behinderungen traten an den zwei Wettkampftagen an, um ihren Besten in den Disziplinen 8- und 9-Ball zu ermitteln. Turnierorganisator Torsten Meinken eröffnete mit norddeutscher Gelassenheit das 8-Ball-Event, bei dem Volkmer vom PBC Backnang gut in seiner Gruppe startete. Nach drei ungefährdeten Siegen gab es in der letzten Partie zwar noch eine Niederlage, der Weg ins Achtelfinale war da aber schon geebnet. Dort erwartete ihn mit Marc Hinsel (Borken) einer der Mitfavoriten. Stark spielten die beiden Kontrahenten auf. Kaltschnäuziger präsentierte sich dabei Volkmer, der die Fehler Hinsels gnadenlos zum deutlichen 4:1-Sieg ausnutzte. Der Passauer Dauerkonkurrent Manfred Gattinger war allerdings der Spielverderber im Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Volkmer verschlief den Beginn und musste einem schnellen 0:3-Rückstand hinterherlaufen. Er besaß auch die Chance auf den Ausgleich. Diese ließ er jedoch aus und musste mit einem unnötigen 2:4 die Titelambitionen begraben.

 

Am zweiten Tag wollte der Schwabe im 9-Ball offensichtlich aufs Podest. Die Gruppenphase überstand der Rollstuhlfahrer unbeschadet mit vier Siegen in vier Spielen – und machte dort gleich im Achtelfinale weiter. Allerdings war der 4:0-Sieg über Marcus Wittner (Karlsruhe) nicht so deutlich, wie es das Endergebnis aussagte, das wusste Volkmer am besten. Er konnte im Viertelfinale eine Schippe drauflegen, zog gegen den Vortagessieger Volker Teuteberg (Lauenförde) dennoch den Kürzeren. Zwei Positionsfehler und wieder kam mit 2:4 das Aus. Der Stachel ob des verpassten Einzugs unter die letzten vier Starter saß tief. Zwei fünfte Plätze in Hamburg waren nicht schlecht, wirkliche Zufriedenheit sieht beim ehrgeizigen Backnanger aber anders aus.

 

Zeit zur Regeneration hatte er im Laufe der Woche, bevor er in Bratislava zum Ladislav Sramek Memorial Cup anreiste. Dabei wollte er in der slowakischen Hauptstadt gleich zwei Hattricks vermeiden – ein drittes Viertelfinal-Aus in Folge binnen neun Tagen wie eine dritte Finalniederlage nach 2014 und 2015 bei diesem Wettbewerb. Wieder ging es in Gruppenspielen um den Einzug in die Finalrunde. Beim internationalen Vergleich der Rollstuhlspieler hatte es Volkmer mit zwei Österreichern und drei Slowaken zu tun. Dabei reichten vier Siege, um die Gruppe für sich zu entscheiden. Am zweiten Tag war der Deutsche dann richtig heiß, der lang ersehnte Sieg bei diesem Cup sollte unter Dach und Fach gebracht werden. Und niemand konnte Volkmer an diesem Tag das Wasser reichen, zu dominant spielte er auf. Im Viertelfinale war der Slowake Martin Jasenovic mit 0:5 ebenso chancenlos wie Volkmers Nationalteampartner Jo Schuler. Der Ulmer musste mit 1:5 klein beigeben. Und auch im Finale gab es kein Halten durch den Österreicher Harald Fink. Durch einige Saveduelle zögerte sich Volkmers Turniersieg nur etwas hinaus. Sobald der PBC-Sportler die Möglichkeit zur Offensive sah, schaltete er um und deklassierte seinen Finalgegner klar mit 5:1.

 

Die Freude über den Siegerpokal war für Volkmer ebenso groß wie die Erkenntnis eines starken Auftritts. „Das war wirklich gutes Billard“, nickte der selbstkritische Volkmer und hofft diesen Schwung in die nächste Aufgabe – die deutsche Meisterschaft vom 8. bis 13. November in Bad Wildungen – mitnehmen zu können. Dort geht es auch ums EM-Ticket, um das der Backnanger die vergangenen zwei Jahre nicht kämpfen konnte.

Zeigt stolz den Wanderpokal vom Turniersieg in Bratislava: Billard-Spieler Tankred Volkmer aus Althütte. Foto: J. Schuler
Zeigt stolz den Wanderpokal vom Turniersieg in Bratislava: Billard-Spieler Tankred Volkmer aus Althütte. Foto: J. Schuler

Backnanger Kreiszeitung am 31. August 2016

 

Tankred Volkmer verteidigt den Titel

 

Althütter trumpft bei den bayerischen Titelkämpfen im Pool-Billard in Kissing auf

 

Erfolgreich kehrte Pool-Billardspieler Tankred Volkmer aus Althütte aus Kissing bei Augsburg zurück. Bei den offenen Landesmeisterschaften Bayerns trat er nur in der Disziplin 9-Ball an und verteidigte seinen Titel vom Vorjahr.

 

Ein stressiges Wochenende hat der Althütter hinter sich. Zunächst bejubelte er als Stadionsprecher des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach den 3:0-Heimerfolg gegen den Halleschen FC, verpasste dadurch die Disziplin 8-Ball beim Billardevent im schwäbischen Kissing. Einen Tag später startete die Disziplin 9-Ball, Volkmer schien gut ausgeschlafen zu sein. Denn das Auftaktmatch gegen den Ulmer Marc Buchen dauerte fast so lange wie ein Fußballspiel, der 4:2-Sieg war aber kaum in Gefahr. Schwieriger sollte sich die Aufgabe gegen den Deutschamerikaner Norman Hopson gestalten. Der Hesse ging zweimal in Führung, doch der für den PBC Backnang spielende Volkmer konterte und erzielte seinen nächsten 4:2-Erfolg. Mit dem dritten 4:2 zog er als Erster der 18 Teilnehmer in das Halbfinale. Kontrahent Hannes Hermsdorf aus Dresden, der Volkmer nicht nur aus der Billardszene, sondern auch aus dem Dresdener Fußballstadion kennt, konnte dem immer besser aufspielenden Schwaben nicht aufhalten.

 

Sehr fokussiert spielte Volkmer auch gegen den Karlsruher Alf Hahn auf und zeigte sich zufrieden: „Das hat mal richtig nach Billard ausgesehen“, flachste der erste Finalteilnehmer. Allerdings war der Rollstuhlfahrer zu schnell um den Tisch unterwegs, denn Stunde um Stunde vergingen, bis sein Gegner feststand. Nach knapp vier vollen Zeigerumdrehungen war es der Ludwigsburger Hans-Peter Benzinger, der Volkmer von der Titelverteidigung abhalten wollte. Und danach sah es zunächst auch aus, denn trotz der 1:0-Führung wirkte Volkmer müde. Einige Fehler schlichen sich ein. Benzinger wusste diese zum 3:1 auszunutzen. Doch rechtzeitig kam der Althütter aus dem Tief heraus, kämpfte sich bis zum Ausgleich heran und versenkte die letzte, durchaus nicht einfache Neun, zum neuerlichen Turniersieg.

Die WM-Teilnehmer 2016 vereint im Center Court.
Die WM-Teilnehmer 2016 vereint im Center Court.

Keine Medaille und dennoch zufrieden

 

Pool-Billard-Spieler Tankred Volkmer belegt bei der WM der Rollstuhlfahrer den siebten Platz

 

Mit positiven Eindrücken und einem siebten Platz kehrte Pool-Billard-Spieler Tankred Volkmer aus Althütte von der 9-Ball-Weltmeisterschaft für Rollstuhlfahrer aus Kielce (Polen) zurück. An gleicher Stelle, im Ballsaal des Best-Western-Hotel, war Volkmer vor fünf Jahren bereits am Start, verpasste die Podestränge aber nur um eine Partie.

 

Mit Losglück war Volkmer aber nicht gesegnet, was ihm einen langen ersten Arbeitstag bescherte. Im Erstrundenmatch hatte es der Althütter mit dem Russen Prokopiev zu tun. Doch anstelle mit dem Kontrahenten kämpfte Volkmer mehr mit dem schnellen Spielmaterial. Ansonsten zeigte sich der Deutsche mit seiner ersten Partie zufrieden. Den Schwung des 7:3-Auftaktsieges wollte er eine Viertelstunde später gegen einen der Topfavoriten mitnehmen. Der Schwede Larsson ließ Volkmer aber nur die Zuschauerrolle. Dabei machte der Deutsche beim 2:7 am Tisch nicht viel falsch, „aber Larsson spielte wie entfesselt“, resümierte der keinesfalls angeknockte Volkmer. Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihm nicht, denn der nächste Gegner wartete. Gegen den Polen Klusakiewicz war das erste Schicksalsspiel, denn auf der Verliererrunde war keine Niederlage mehr erlaubt. Ein frühzeitiges Aus geriet nicht in Gefahr, am Ende der einseitigen Partie stand ein 7:0-Erfolg zu Buche. Erfreulicher Nebeneffekt: Eine Stunde konnte Volkmer verschnaufen, ehe er zum nächsten Spiel aufgerufen wurde. Gegen den Ukrainer Tiuftiaev spielte er zielsicher weiter. Allerdings hieß es nicht 7:0, sondern nur 4:3 für den Deutschen. Dreimal ließ Volkmer die gewinnbringende Neun vor der Tasche liegen, der Osteuropäer blieb unverhofft mitten im Rennen. Die Müdigkeit des langen Tages nach über zehn Stunden machte sich bemerkbar. Nach den Fehlern spitzte sich die Situation zu. Nach einem Foul Volkmers nutzte Tiuftiaev aber nicht die Chance aufs 6:6. Mit einer Kombination rettete sich Volkmer in den Finaltag – 7:5.

 

Dort lag das deutsch-deutsche Duell um den Einzug in das Viertelfinale an. Gegen Freund und Teamkollege Manfred Gattinger begann Volkmer wacher, aber wieder unterliefen ihm Fehler. Der Passauer ließ sich nicht bitten, aber auch zu Konzentrationsschwächen hinreißen. Der Schwabe führte mit 5:4. Doch er nutzte keine der drei Möglichkeiten auf den sechsten Punkt und präsentierte dem Passauer den 7:5-Sieg auf dem silbernen Tablett.

 

Nicht das Aus und Rang sieben verärgerte Volkmer, sondern das Wie...

 

Backnanger Kreiszeitung am 11. Mai 2016

Der Frust überwiegt

Pool-Billardspieler Volkmer ärgert sich über die Finalniederlage

Backnanger Kreiszeitung am 10. Februar 2016

 

Als vor Ort mitfiebernder Stadionsprecher der Aspacher Drittliga-Kicker freute sich Tankred Volkmer über den 2:0-Sieg in Erfurt, am Pool-Billard-Tisch überwog einen Tag später der Frust. Er belegte bei den offenen baden-württembergischen Meisterschaften der Aktiven mit Behinderung zwar den zweiten Platz, ärgerte sich aber über den verpassten Sieg.

 

Es waren die ersten Titelkämpfe dieser Art seit neun Jahren. Den Acht-Ball-Wettbewerb „schwänzte“ Volkmer, um in Erfurt mit dabei sein zu können, doch im Neun-Ball am zweiten Turniertag startete er durch. Allerdings mit etwas Verzögerung, denn im Duell mit Stefan Barth aus dem hessischen Walldorf hatte sein Rivale den Vorteil, das Spielmaterial bereits vom Vortag zu kennen, während Volkmer sich erst einmal einspielen musste. Mit einem knappen 5:4-Erfolg zog der Sportler aus Althütte aber in die zweite Runde ein und steigerte sich fortan zunehmend.

 

Den Lokalmatadoren Hansi Benzinger aus Ludwigsburg bezwang der Vertreter des PBC Backnang mit 5:2, sogar mit 5:0 fertigte er anschließend Michael Merz aus Ortenberg (Hessen) ab. Mit viel Selbstvertrauen nahm Volkmer das Viertelfinale gegen den Acht-Ball-Titelgewinner Klaus Knappe (Eberstadt/Hessen) in Angriff. Es war eine Topbegegnung, die hielt, was sie im Vorfeld versprach. Nach einem engen ersten Spiel zog der Schwabe allerdings mit beeindruckenden Stößen auf und davon. Knappe blieb nur die anerkennende Gratulation. Merz, der bereits in der dritten Runde eine Lehrstunde von Volkmer erhalten hatte, stand auch im Halbfinale auf verlorenem Posten. 5:1 für den Althütter, auf den im Endspiel der Deutsch-Amerikaner Norman Hopson (Walldorf) wartete. Spürbar angespannt und nach zwölf Stunden Turnier-Billard auch etwas müde, begannen die Spieler. Bis zum 3:2 für Volkmer wechselte die Führung ständig hin und her, danach besann sich der Schwabe wieder auf seine Stärken. Das Problem: Er verpasste ein ums andere Mal die Entscheidung. Statt auf 4:2 zu erhöhen, ließ er die letzte Kugel vor der Tasche liegen und kassierte den Ausgleich. Das 3:4 resultierte aus einem Foul. Beim Positionsspiel auf die letzte Kugel fiel das weiße Exemplar über drei Banden in das Loch. Auch das 4:4 hatte Volkmer noch auf dem Queue, blieb aber am vorletzten Ball hängen. Hopson bedankte sich und sackte den Turniersieg ein – zurück blieb ein kopfschüttelnder Verlierer, den all die Gratulationen zum zweiten Platz unter 21 Teilnehmern nicht trösteten. Für ihn war das Turnier ein Déjà-vu zu den slowakischen Titelkämpfen in Bratislava im vergangenen Herbst. Auch dort hatte er den Wettkampf dominiert, um am Ende einem Rivalen den Vortritt lassen zu müssen.

 

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Verpasste den Turniersieg in Ludwigsburg knapp: Tankred Volkmer.

Backnanger Kreiszeitung am 4. November 2015

Tankred Volkmer Zweiter in der Slowakei

 

Beim Billard-Ass aus Althütte überwiegt die Unzufriedenheit nach einem sehr guten Abschneiden beim Turnier in Bratislava.

 

Ist ein zweiter Platz bei einem international besetzten Turnier gut oder schlecht? Auf der Fahrt zurück aus der slowakischen Hauptstadt überwog bei Billard-Ass Tankred Volkmer aus Althütte das Kopfschütteln. Der Rollstuhlfahrer haderte mit dem Finale beim „Ladislav Sramek Memorial“ in Bratislava.

 

An den zwei Wettkampftagen war es schließlich Volkmer, der die Kontrahenten das Fürchten am Billardtisch lehrte. Und wie. In der Gruppenphase ließ er zunächst seinem deutschen Partner Jo Schuler beim 4:0 keine Chance. Auch der Österreicher Harald Fink und Lokalmatador Jan Skabla bekamen einen White-Wash serviert. Nur mit dem letzten Kontrahenten Peter Macho (Slowakei) hatte der Althütter etwas Probleme. Er kam zu einem knappen 4:3-Erfolg und setzte sich letztendlich souverän als Gruppensieger durch.

 

Am zweiten Tag ging es im Einfach-K.o. weiter. Der Akteur des PBC Backnang zeigte weiterhin keine Blöße. Im Viertelfinale war für den nächsten Slowaken Martin Jasenovec frühzeitig Schluss, das 5:1 Volkmers war ebenso einseitig und deutlich wie das 5:0 im Halbfinale. Wie in den Gruppenspielen gelang dem Wiener Harald Fink kein Punktgewinn gegen den stark aufspielenden Deutschen. Und im Prinzip machte Volkmer auch im Finale dort weiter, wo er aufgehört hatte. Mit aggressivem und offensivem Spiel hätte er die Weichen schon früh für den Turniersieg stellen müssen, doch anstelle mit 3:0 zu führen, nutzte Finalgegner Jo Schuler den letzten Positions- oder Lochfehler zu einer 2:1-Führung aus. Als Volkmer gar mit 1:4 zurücklag, schien die Entscheidung schnell zu fallen. Aber der Schwabe kämpfte sich zurück in die Partie. Auch mit etwas Glück, denn Schuler vergab einen machbaren Matchball. Volkmer glich zum 4:4 aus, die Entscheidung musste in der letzten Partie fallen.

 

„Das war ein echter Thriller ohne Happy End“, blickte Volkmer zurück. Er ließ zunächst seine Chance aus. Dann zeigte Schuler Nerven und musste mit einer Sicherheit aussteigen. Mit einer angesagten Kombination über den ganzen Tisch wollte Volkmer zumindest eine schwere Position hinterlassen, doch der Spielball rollte und rollte und fiel nach dem langen Weg mittig in die Tasche – der Titel ging nach Ulm und Volkmers Heimfahrt war lang.

 

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Spielte in Bratislava bis zum Finale stark: Tankred Volkmer aus Althütte. Foto: privat

Backnanger Kreiszeitung am 2. September 2015



Volkmers kontinuierliche Leistung belohnt


Rollstuhlfahrer aus Althütte sichert sich bei der offenen Poolbillard-Landesmeisterschaft in Bayern den Titel im 9-Ball


16 Poolbillardspieler mit verschiedener Behinderung trafen sich im bayerischen Kissing, um die Titel im 8- und 9-Ball auszuspielen. Nach dem Viertelfinalaus schnappte sich der Althütter Tankred Volkmer die Siegertrophäe. Im Anschluss teilte der Sieger überraschend seine Absage bei den deutschen Meisterschaften im November mit.


Auf zwei lange Billardtage mussten sich die Akteure aus Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und dem heimischen Bayern beim gastgebenden BSC Kissing einstellen. International wurde das Event durch Martin Pietsch (Österreich) und Norman Hopson (USA). Die Rahmenbedingungen stimmten. Auch die Leistungen waren der bayrischen Titelkämpfe durchaus würdig.


Während Volkmer am ersten Tag noch auf seinen Vereinskollegen vom PBC Backnang, Volker Weiß, warten musste, sah er sich in der Gruppenphase des 8-Balls einem harten Konkurrenten gegenüber. In der Auftaktpartie gegen Stefan Barth (Dreieich) kämpften beide Spieler um einen wichtigen Sieg. Schließlich war es Volkmer, der die letzte gewinnbringende Acht zum 4:3-Sieg versenkte. Auch Lokalmatador Chris Thoma (4:2) und der Wiener Martin Pietsch (4:1) mussten sich dem Schwaben beugen, der die Gruppe C gewann. Im Viertelfinale war dann aber Schluss, Gegen den Hessenvertreter Norman Hopson wogte das Spiel hin und her. Volkmer vergab die mögliche 4:2-Führung aus der Hand. Nach einem kuriosen siebten Spiel übernahm der gebürtige US-Amerikaner Hopson die Führung. Alle Anstrengungen auf einen Konter blieben für Volkmer erfolglos, mit 3:5 musste er sich als Fünfter aus dem 8-Ball-Wettbewerb verabschieden.


Neuer Tag, neues Glück. – So ging Volkmer in den 9-Ball-Wettbewerb. In der Gruppe B traf er auf seinen Vereinskameraden Weiß. Bevor das PBC-Duell aber stieg, gewannen beide Rollispieler ihre Auftaktmatches. Volkmer ließ Marc Buchen (Neu-Ulm) beim 4:1 keine Chance, Weiß überzeugte kurz nach seiner Ankunft mit 4:2 über Werner Feß (Bexbach). Einseitig gestaltete sich das Vereinsduell, das Volkmer mit 4:1 für sich entschied. Sein abschließendes Match gegen Feß nahm er als Trainingspartie, denn trotz des 4:2 hatte er jederzeit den Kontrahenten unter Kontrolle. Spannender ging es am Nebentisch zu, wo der Asperger Weiß gegen Buchen über die volle Distanz musste – und mit der knappen 3:4-Niederlage bereits nach den Gruppenspielen aus dem Turnier war. Während Weiß noch in einem kleinen Nebenturnier spielte, wollte Volkmer das Viertelfinale erfolgreich überstehen. Der Stadionsprecher des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach war jedoch nicht hundertprozentigen konzentriert, gab gegen seinen Nationalmannschaftspartner Jo Schuler (Ulm) zwei Spiele ab und sah sich beim 1:4-Zwischenstand schon kurz vor dem Aus. Doch Volkmer verfiel nicht in Hektik, schloss Punkt um Punkt auf. Auch sein nicht einfacher Matchball aus spitzem Winkel passte zum 5:4.


Im Halbfinale kam es zum Wiedersehen mit Stefan Barth, der am Vortag im 8-Ball-Finale Schuler unterlag. Nach dem 1:2-Rückstand zog Volkmer davon und sicherte mit einem 5:2 die Finalteilnahme. Dort wartete auf ihn mit Manfred Gattinger der nächste Nationalspieler. Im finalen Duell der beiden amtierenden deutschen Meister startete der Passauer besser, in der Folgezeit ließ aber bei beiden Topspielern die Kondition und Konzentration nach. Wenig verwunderlich, schließlich rollten die Kugeln schon zehn Stunden. Volkmer riss sich in den entscheidenden Momenten zusammen und versenkte eine 9 nach der anderen. Auch bei der vorentscheidenden 4:2-Führung. Gattinger verpasste die Chance zum Ausgleich, nach einigen Sicherheitspositionen schlug Volkmer zu. Im letzten Spiel ließ er dem Bayern keine Chance, Volkmer zwang seinen Kontrahenten zum Foul und gewann.


Über den Pokal freute er sich. Auf weitere Medaillen bei deutschen Meisterschaften verzichtet er jedoch: „Ich kann nur an zwei von drei Wettbewerben teilnehmen, die EM-Nominierung dadurch nicht erreichen“, so der frischbackene Bayern-Meister, „das musste ich bitter im Vorjahr erleben, als ich in zwei Meisterschaften dasselbe Endergebnis vorliegen hatte als Spieler, die dreimal um Medaillen antraten und dann zur EM reisen durften.“ Auf den 10-Ball-Wettbewerb müsste er verzichten, weil er als Großaspachs Stadionsprecher im Einsatz ist.


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Hatte die Kugeln fest im Blick: Tankred Volkmer aus Althütte. Foto: S. Schmidt

Backnanger Kreiszeitung am 28. Juli 2015

 

Tankred Volkmer punktet im Nationenkampf

 

Billardspieler aus Althütte gewinnt mit der deutschen Mannschaft das Turnier in Passau

 

Der international erfahrene Billardspieler Tankred Volkmer aus Althütte traf in Passau mit der deutschen Nationalmannschaft auf Österreichs und avancierte dort hinter Lokalmatador Manfred Gattinger zum zweitbesten Akteur. Volkmar war eine Stütze des deutlichen Erfolgs des erstmals ausgetragenen Nationenvergleichskampfs.

 

Das Duell der jeweils achtköpfigen Teams, allesamt Rollstuhlfahrer, begann spannend. Nach der ersten Runde gab es ein 3:3, weil das Doppel Volkmer/Rupprecht einen Matchball verschoss. Dann drehten die Deutschen auf, gewannen in Durchgang zwei alle Partien und zogen auf 9:3 davon. Dabei punktete Volkmer im Top-Duell gegen Österreichs Nummer eins, Emil Schranz. Der Wille der Gäste war gebrochen, dennoch gaben sich die Vertreter aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern auch im letzten Drittel keine Blöße und erhöhten auf 14:4, mitunter durch den Erfolg des Backnanger Doppels Volker Weiß/Volkmer. Somit war die abschließende Partie im Modus Round Robin (jeder gegen jeden) vom Ergebnis her belanglos, aber auch hier siegte die deutsche Auswahl mit 7:3. Der Wanderpokal ging nach Deutschland.

Stadtanzeiger Stuttgart am 7. Januar 2015

 

Tai Volkmer: Die Stimme vom Fautenhau

 

Er ist der erste und bisher einzige Stadionsprecher der SG Sonnenhof Großaspach: Ein Unfall in der Jugend ließ Tankred Volkmers Liebe zum Fußball nicht abebben. Er fand neue Wege, um seinem Sport nahe zu sein. Und er fand eine neue Leidenschaft abseits des Rasens.

 

Kaum einer läuft in der mechatronik Arena in Großaspach an Volkmer vorbei. Der Stadionsprecher der SGS, den alle "Tai" nennen, mischt sich gerne unter die Menge in der Fautenhau-Alm. "Das gefällt mir hier so, dass nach wie vor alles so familiär ist", strahlt der 46-Jährige, der im Hotel Sonnenhof als "Mädchen für alles" arbeitet. Sein Job als Stadionsprecher ist ehrenamtlich.

Volkmer kam 1999 zum jungen Verein – also noch zu Landesligazeiten. Damals hat mich Uli Ferber persönlich angeworben", erinnert er sich über die Gespräche mit dem SGS-Gönner und -Mitgründer. Zunächst zuständig für die Pressearbeit, entwickelte er sich zur Stimme vom Fauthenau. "Das mit dem Stadionsprecher hat sich so ergeben. Erst war ich DJ, dann habe ich die Aufstellung vorgelesen. Als wir in die Regionalliga hoch sind, wollte ich das nicht mehr von der Sprecherkabine aus machen, sondern auf dem Platz sein", erzählt er.

Den Autounfall von 1986, seit dem er querschnittsgelähmt ist, hat Volkmer als Teil seines Lebens akzeptiert. "Es war ein Disco-Unfall – zwei Kilometer vor meiner Haustür. Ich war Beifahrer", erinnert er sich.

Unterkriegen ließ er sich davon nicht: Anfang der 90er forcierte er das Billardspielen, gründete den Pool-Billard-Club (PBC) Backnang. Heute ist er unzähliger Deutscher Meister sowie Welt- und Europameister im Team und jeweils Vize als Einzelkämpfer. "Der Sport hat mir viel gegeben, ich habe viele Länder und Städte bereist", strahlt er.


Autor: Mathias Schmid [Quelle]

Backnanger Kreiszeitung am 9. Februar 2015

 

Macher und Schaffer für ihren Einsatz gewürdigt

 

Beim Ehrungsabend des Fußball-Bezirks in Winnenden standen nicht die Kicker im Vordergrund. In 90 Minuten wurden die Schaffer und Macher gewürdigt

 

Von Ralph Rolli - Trotz klirrender Kälte draußen, begonnen wurde der Abend mit dem Lied „Lass die Sonne in dein Herz.“ Ein wärmender Gruß. Dem schloss sich Erich Hägele, Präsident des Sportkreises und Ehrenamtsbeauftragte, an und begrüßte die 55 Vereinsvertreter. Corinna Bäuerle, Vorsitzende des Fußball-Bezirkes, hob die Wichtigkeit der Macher und Schaffer in den Vereinen hervor.


Welche Arbeit Woche für Woche dahinter steckt, wurde in einem Film mit dem Titel „Fußball in Zahlen“ deutlich gemacht. Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) hat 523000 Mitglieder und 1800 Vereine. Da gibt jeder 100 Prozent Einsatz, jedes Wochenende. Es wird 12485 Mal gejubelt. Alle 0,89 Sekunden fällt eine Entscheidung, am Ende einer Saison sind es 38465 Expertenentscheidungen und Meinungen. Nicht zuletzt werden 11764488 rote Würste pro Spielzeit vertilgt. Aber bis ein Spiel stattfinden kann, dafür sorgen die Macher und Schaffer in den Vereinen. Das scheidende WFV-Vorstandsmitglied Norbert Laske wies darauf hin, dass die Macher und Schaffer die „stillen Stars der Vereine sind“. Fußball ohne Ehrenamt sei wie „eine Maultasche ohne Füllung“.


Wie bereits 2012 bekam die SG Oppenweiler/Strümpfelbach für ihr Engagement (unter anderem Jugendarbeit, Kooperationen) den WFV-Ehrenamtspreis und einen Scheck über 1000 Euro sowie Bälle, T-Shirts und einen Wimpel. Allerdings vergaßen die Bezirksverantwortlichen, die SGOS rechtzeitig zum Ehrungsabend einzuladen. Laske ehrte auch Wolfgang Gehring (VfR Murrhardt) als Bezirkssieger. Hägele erklärte Gehrings Nominierung: „Er ist seit 25 Jahren in ehrenamtlicher Funktion, Trainer und Gründer der Mädchen- und Frauenmannschaft des VfR, Pionier und Förderer der Frauenmannschaft.“ Gehring darf sich nun auf ein Wochenende Anfang Mai in Saig (Südschwarzwald) und einen Besuch beim Bundesligaspiel des SC Freiburg gegen den SC Paderborn freuen. Es wurde weiter munter geehrt. Ehrenamtsurkunden und DFB-Uhren erhielten Brigitte Rettenmaier (FC Viktoria Backnang), Walter Gruber (SV Unterweissach), Tankred Volkmer (SG Sonnenhof Großaspach), Linda Schnait (Spvgg Rommelshausen), Angelos Evangelou (FSV Waiblingen) sowie Markus Ilg (TSV Neustadt). Bei den Ehrungen des Württembergischen Landessportbundes durfte Heinrich Baier nochmals aufs Podium. Er erhielt die Nadel in Gold. Silber ging an Monika Stettner (SG Schorndorf).

SG94-Stadionsprecher Tai Volkmer nahm die Einladung der SG Dynamo Dresden gerne an - und war als Gastsprecher vor knapp 30.000 Zuschauern beeindruckt, aber nicht um Sprüche verlegen.
SG94-Stadionsprecher Tai Volkmer nahm die Einladung der SG Dynamo Dresden gerne an - und war als Gastsprecher vor knapp 30.000 Zuschauern beeindruckt, aber nicht um Sprüche verlegen.

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